Überblick

Die vorliegende Publikation Country profiles on Youth Sex Education in Europe untersucht die Strategien und Ansätze von Sexualaufklärung in europäischen Ländern und gibt einen Überblick über die Umsetzung dieser Ansätze.

Die Country Papers von 2006 können als pdf runtergeladen werden:

Eine Auswertung der Länderprofile macht deutlich, dass einerseits große Unterschiede hinsichtlich von Traditionen und gesellschaftlichen Normen bestehen, es andererseits aber auch eine Reihe von Gemeinsamkeiten zu verzeichnen gibt, z.Bs. hinsichtlich der Erkenntnisse über Fruchtbarkeitsraten, Alkoholkonsum oder auch der Organisationsstrukturen. Nachstehend sind einige der wichtigsten Elemente aufgelistet:


Gemeinsamkeiten

Die gemeinsame Basis fast aller Sexualaufklärungsprogramme in Europa bilden

internationale Deklarationen

  • zum Beispiel der Aktionsplan der Kairoer UN Konferenz zu Bevölkerung und Entwicklung 1994,

  • die IPPF- Charta zu sexuellen und reproduktiven Rechten.

Die Zuständigkeit der Regierungen

  • für die Implementierung solcher Programme,

  • gesetzliche Basis (Gesetze, Bestimmungen, Orientierungsrichtlinien). 

Eine Vielzahl von Akteuren Sexualaufklärung

  • Schule, Gesundheits-, Sozialdienste, Nichtregierungsorganisationen (NGO);

  • NGO: Die besondere Rolle von NGOs im Zugang zu Minderheiten und vulnerablen gesellschaftlichen Gruppen wird allgemein anerkannt, wobei die meisten westeuropäischen Ländern über längere Traditionen im Umgang mit zivilgesellschaftlichen Gruppen verfügen als ihre osteuropäischen Nachbarn;
  • Eltern/ Familien - Strategien zur Kompetenzbildung von Eltern in der Sexualaufklärung (zum Beispiel Einbindung in schulische Projekte) sind erforderlich.


Unterschiede

  • in Inhalten und Implementierung von Sexualaufklärungsprogrammen je nach föderalem oder eher zentralem Staat
  • Heterogenität von NGO - je nach Herkunft (kirchlich, politisch, menschenrechtlich, Gesundheitssektor etc.) und Ausrichtung
  • Schulische Sexualaufklärung unterscheidet  sich je nach Einbettung in den Biologieun-terricht, in Gesundheitserziehung, HIV-AIDS-Prävention oder als integralen Teil in Lebens-kunde;
  • Migranten und Migrantinnen stellen in praktisch allen Ländern eine Sondergruppe dar.  Unterschiedliche Migrationsgesetze – kulturelle Diversität.